Flora & Fauna im Juli

Viele faszinierende Vogelarten nennen Schottland ihr Zuhause. Sie nisten an Klippen, auf den hohen Bäumen der dichten Wälder oder auf einsamen Inseln – Millionen von Vögeln fühlen sich in den weitläufigen Landschaften Schottlands wohl. Zu den schönsten Exemplaren zählen die Raubvögel, die am schottischen Himmel umherstreifen.

Während sie im Winter mildere Gefilde an der Westküste Afrikas aufsuchen, trifft man Fischadler in Schottland in der Nähe von Kiefernwäldern, Süßwasserseen und Flüssen an, wo sie von März bis August nach Fisch jagen. Obwohl der Großteil der in Großbritannien lebenden Fischadler in und um die Highlands anzutreffen ist, haben Projekte zur Wiederansiedlung von Wildtieren dazu geführt, dass man sie heute zuweilen auch in der Umgebung von Wigtown in Dumfries & Galloway sowie am Loch of the Lowes in Perthshire zu Gesicht bekommt.

Mit einer Flügelspannweite von 2m ist der Goldadler das größte in Schottland ansässige Raubtier. Er ist das gesamte Jahr über in entlegenen Bergschluchten, auf Inseln, im Gebirge und in den Mooren von Nord- und Westschottland anzutreffen. Goldadler lassen sich in hohen Bäumen nieder, wo sie ihr „Adlerhorst“ genanntes Nest bauen, oder aber an Felsenklippen. Goldadler suchen sich meist einen Partner für das ganze Leben und verteidigen ihre seit Generationen angestammten Jagd- und Nestreviere.

Obwohl Großbritannien einst reich an Raubvögeln war, sind viele hier heimische Vogelarten mittlerweile sehr selten geworden oder bereits ausgestorben. Glücklicherweise können einige dieser eindrucksvollen Arten in den abwechslungsreichen Lebensräumen, die Schottland bietet, immer noch gesichtet werden – in der freien Natur bieten die Tiere einen ehrfurchtgebietenden Anblick.

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