Wollten Sie schon immer eine traditionell schottische Hochzeit haben? Dabei geht es um viel mehr als nur Schottenröcke. Erfahren Sie mehr über originelle, schottische Glücksrituale und romantische Bräuche, die Sie in Ihre eigene Zeremonie einbeziehen können - von solchen, die auf der ganzen Welt genutzt werden, bis hin zu eigenartigen altehrwürdigen Traditionen, die in einigen Ecken Schottlands noch immer aufrechterhalten werden.

Glücksbringer aus verschiedenen Regionen Schottlands 

  • Beim Verlassen ihres Hauses sollte die Frau den rechten Fuß zuerst nach vorn setzen.
  • In Aberdeenshire und Angus ist ein Sixpence im Schuh der Braut eine langgehegte Tradition.
  • In den Scottish Borders bringt ein Zweig Heidekraut im Bouquet der Braut Glück.
  • Das „Wedding Scramble“ ist in vielen Regionen Schottlands eine beliebte Tradition. Während die Braut in das Auto steigt, wirft ihr Vater eine Handvoll Münzen, die die Kinder aufsammeln können. Man sagt, dass dies dem Paar finanzielles Glück bescheren soll. Bei Hochzeiten in Ayrshire wird diese Tradition ebenfalls angewendet, dort nennt man sie „Warsel“.
  • Es klingt womöglich ungewöhnlich, doch das Füßewaschen ist eine Tradition aus der Gegend von Fife und Dundee & Angus. Die Braut sitzt auf einem Stuhl, während eine ältere, verheiratete Frau ihre Füße wäscht und trocknet. In Fife lassen jedoch nur wenige mutige Bräutigams den traditionellen Brauch über sich ergehen, bei dem sie in einer Badewanne sitzen, während ihre Beine mit Fett, Asche und Ruß beschmiert werden. Herrlich!

Zeremonie und Empfang

  • Im Gretna Green Famous Blacksmiths Shop geben sich Paare bereits seit dem Jahr 1754 das Jawort. Fühlen Sie sich wie ein Rebell? Folgen Sie den Fußstapfen der zahllosen Ausreißer-Liebespaare, die - angelockt vom milden Eheschließungsgesetz Schottlands - in das verschlafene Örtchen Gretna Green an der englisch-schottischen Grenze durchgebrannt sind. Schließen Sie an dem Original-Amboss, der bereits vom „Blacksmith Priest“ verwendet wurde, wenn er Paare heimlich vermählte, den Bund fürs Leben.
  • Der „Wedding Walk“ ist der offizielle Marsch der Hochzeitsgesellschaft zur Kirche. Voran gehen ein Dudelsackspieler oder Geiger und der Bräutigam führt die Trauzeugin, während die Braut dahinter mit dem Trauzeugen folgt. Nach der Zeremonie verlassen die frisch Vermählten die Kirche, gefolgt vom Trauzeugen und der Trauzeugin. Ursprünglich glaubte man, dass die Hochzeitsgesellschaft zweimal über fließendens Wasser laufen müsse, um Glück in der Zukunft zu haben.
  • Eine „Penny Wedding“ ist die ideale Lösung für jene, die eine traditionelle und gleichzeitig kostengünstige Hochzeit möchten. Gäste bringen dabei ihre eigenen Speisen und Getränke zum Hochzeitsempfang, wodurch sich das Hochzeitspaar eine große Hochzeitstorte leisten kann.
  • Die „Scottish Quaich“ oder „Liebestasse“ ist eine silberne Schale mit zwei Henkeln, die - in der Regel von der Braut - mit Whisky aufgefüllt wird und dann auf der Hochzeitsfeier herumgereicht wird, nachdem die offizielle Zeremonie abgeschlossen ist.

Tänze

  • Der „Lang Reel“ ist ein traditioneller Tanz, der in den Fischergemeinden von Nordost-Schottland getanzt wird. Dabei beginnen die Einwohner des Dorfes und Hochzeitsgäste ihren Tanz im Hafen und tanzen weiter durch das Dorf, während jedes Paar sich verabschiedet, nachdem die Gesellschaft an deren Haus vorbeigekommen ist. Dies dauert an, bis nur noch die Braut und der Bräutigam übriggeblieben sind, die dann ihren letzten Tanz haben.
  • Der „Traditional Grand March“ ist oft der erste Tanz auf einem Hochzeitsempfang. Er beginnt damit, dass die Braut und der Bräutigam zum Klang der Dudelsäcke oder einer Live-Band marschieren. Die Trauzeugin und der Trauzeuge schließen sich an, gefolgt von beiden Schwiegereltern und schließlich den Gästen.

Geschenke

  • Der „Wedding Sark“ ist der traditionelle Name für das Hemd des Bräutigams, das er von der Braut geschenkt bekommt. Im Gegenzug zahlt der Bräutigam für das Hochzeitskleid.
  • Traditionell werden dem glücklichen Paar im Nordosten vom Trauzeugen Uhren geschenkt, während die Trauzeugin ein Tee-Set schenkt.
  • Ein „Luckenbooth“ ist eine Brosche, die ein Gentleman seiner Verlobten als Zeichen der Liebe schenkt. Diese ist in der Regel aus Silber gefertigt und mit zwei ineinandergreifenden Herzen graviert.