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Schottlands schönste Bauwerke: Aberdeenshire

Wussten Sie schon, dass die drittälteste Universität Schottlands in Aberdeen ist und dass Aberdeenshire einst das Zentrum des piktischen Königreichs war?

Entdecken Sie auf einem unvergesslichen Tagesausflug zu denkmalgeschützten Gebäuden und alten Monumenten die faszinierende Geschichte von Aberdeen und Aberdeenshire! Diese architektonischen Highlights haben unglaubliche Geschichten über die Entwicklung Schottlands zu erzählen.

Der Steinkreis Easter Aquhorthies, Inverurie, Aberdeenshire

Entstehungszeit: Steinzeit

In der Steinzeit, rund 3.000 Jahre v. Chr., wurden in ganz Schottland Steinkreise errichtet, die eindeutig als heilige Stätten genutzt wurden. Heute können wir jedoch nur spekulieren, wer sie erbaut hat, was genau ihre Gestaltung bedeutet und welche Rituale und Glaubensvorstellungen mit ihnen einhergingen.

Rund 10 % der registrierten Steinkreise Großbritanniens befinden sich in Aberdeenshire und die Region hat sogar ihren ganz eigenen Steinkreis-Typ: Den Recumbent Stone Circle (Steinkreis mit liegendem Stein).

Der Steinkreis Easter Aquhorthies befindet sich in der ländlichen Umgebung von Inverurie und ist eines der besterhaltenen Exemplare eines Recumbent Stone Circle, denn alle Steine des Steinkreises sind noch intakt. Der Kreis besteht aus neun Steinen, daneben befindet sich ein großer Monolith, der an beiden Enden von einem stehenden Stein, einem sogenannten Menhir, flankiert wird.

Der Name Aquhorthies leitet sich von einem schottisch-gälischen Wort ab, das „Feld des Gebets“ bedeutet. Es ist der perfekte Ort, um einem Stück unserer ältesten Geschichte ganz nah zu kommen und die historische Atmosphäre in wunderbarer Stille zu genießen.

Folgen Sie dem Stone Circles Trail von VisitAberdeenshire, wenn Sie mehr solcher Orte besuchen möchten.

Der piktische Stein Kinord Cross, Kinord, Aberdeenshire

Entstehungszeit: Eisenzeit und frühes Mittelalter

Piktische Steine unterscheiden sich von Menhiren. Sie verfügen über in den Stein gehauene Muster und wurden von den keltischen Menschen des Königreichs der Pinkten errichtet, die von der Eisenzeit (750 v. Chr.) bis ins frühe Mittelalter (843 n. Chr.) im Norden und Osten Schottlands lebten.

Rund 20 % aller registrierten piktischen Steine in Schottland befinden sich in Aberdeenshire, da die Region in der Vergangenheit eine Hochburg der Pikten war.

Der piktische Stein Kinord Cross befindet sich im wunderschönen Naturschutzgebiet Muir of Dinnet am Rande des Cairngorms-Nationalparks. Auf dem Stein ist ein kunstvolles keltisches Kreuz zu sehen, das fast die gesamte Oberfläche der Steinplatte einnimmt. Tatsächlich ist es ein christliches Monument vom Ende der Ära der Pikten, deren alte Kultur den neuen christlichen Einflüssen wich. Etwa zur selben Zeit, zu der dieser Stein errichtet wurde, verbündeten sich die Pikten und die Gälen gegen die einfallenden Wikinger und das Königreich Alba war geboren.

Folgen Sie dem Pictish Stones Trail von VisitAberdeenshire, wenn Sie mehr solcher Orte besuchen möchten. Sie könnten auch Bennachie bei Inverurie besteigen, auf dessen Gipfel Sie die Überreste einer piktischen Festung entdecken können.

Findlater Castle, Portsoy, Aberdeenshire

Entstehungszeit: Mittelalter bis frühes 13. Jahrhundert

Die Ruinen von Findlater Castle sind ein wahrer Geheimtipp. Diese ruhige und abgelegende Burg liegt zwischen den Fischerdörfern Cullen und Portsoy hoch oben auf einem Kliff, das ins Meer hinausragt – wie eine kleinere Version von Dunottar Castle. Der Name der Burg gibt einen Hinweis auf den Einfluss der Wikinger in der Region: „Fyn“ bedeutet weiß und „leitr“ bedeutet Kliff.

Es ist belegt, dass seit dem Jahr 1246, kurz vor den Unabhängigkeitskriegen, eine Burg an dieser Stelle stand, obwohl die heute sichtbaren Ruinen aus der Zeit um 1450 stammen, als das Haus Stuart auf dem schottischen Thron saß. Ursprünglich war die Burg zur Verteidigung gegen die norwegischen Eindringlinge gedacht, obwohl Maria Stuart es später angriff, als die dort wohnende Gordon-Familie rebellierte.

Braune Touristenschilder führen Sie von der Straße A98 zum Parkplatz an einem Bauernhof, Barnyards of Findlater, und von dort ist es ein Fußweg von gut 800 m, der Sie über einen grasbewachsenen Pfad zu den Klippen führt.

Vielleicht sind auch die Ruinen von Slains Castle auf einem Kliff in der Nähe des Dorfes Cruden Bay und Dunnottar Castle bei Stonehaven etwas für Sie!

St Machar’s Cathedral, Aberdeen

Entstehungszeit: Mittelalter

St Machar’s Cathedral liegt nördlich des King’s College in Old Aberdeen. Wussten Sie schon, dass die Geschichte des Gebäudes bis zu einer alten religiösen Stätte der Pikten zurückverfolgt werden kann?

Saint Machar war ein Bischof, der ursprünglich aus Irland stammte und vermutlich zuvor ein Adliger war. Er reiste mit Columba zur Isle of Iona (wo Columba Iona Abbey gründete), predigte auf Mull und nahm sich später der Pikten in der Region um Aberdeen an.

Die ursprüngliche normannische Kathedrale war im Jahr 1165 fertig, wurde jedoch im Laufe der Zeit mehrfach beschädigt und erweitert. Sie wurde zu Zeiten der Unabhängigkeitskriege erweitert, was den Bauprozess erheblich störte, bevor sie dann im späten 14. Jahrhundert fast komplett abgerissen und neu errichtet wurde. Im 15. und 16. Jahrhundert fanden weitere Arbeiten statt, darunter die Erweiterung um die mit Wappen geschmückte Decke und die Kirchtürme.

Gerüchten zufolge wurde der Arm von Sir William Wallace heimlich in der Kathedrale begraben, als dieser nach Aberdeen geschickt wurde, nachdem Wallace 1305 von den Engländern gehängt, ausgeweidet und gevierteilt wurde.

Die geschichtsträchtige Atmosphäre des Gebäudes ist überall spürbar. Bestaunen Sie die wunderschönen Elemente der Kathedrale, zu denen eine hölzerne und mit Wappen verzierte Decke, kunstvolle Glasfenster, verzierte Steine und Kirchtürme gehören. Der Eintritt ist kostenlos.

King’s College, Aberdeen

Entstehungszeit: 15. Jahrhundert

King’s College ist die ursprüngliche Heimat der Universität von Aberdeen, die 1495 durch eine päpstliche Urkunde von Papst Alexander VI. gegründet wurde, als Schottland als katholische Nation vom Haus Stuart regiert wurde. Es ist die drittälteste Universität Schottlands, nur übertroffen von den Universitäten von St Andrews und Glasgow, und die fünftälteste in Großbritannien.

Wie für Aberdeen typisch, wurde auch die Universität aus dem langlebigen grauen Granit gebaut. Es wird angenommen, dass der kronenartige Gebäudeteil dazu diente, Unterstützung für die Autorität der schottischen Krone innerhalb Schottlands zu symbolisieren.

Heute ist das Gebäude Teil des Old-Aberdeen-Campus und weiterhin das symbolische Zentrum der stetig wachsenden Universität. Es hat immer noch eine bedeutende Bildungsfunktion inne, denn Theologie, Kunstgeschichte und Religionswissenschaften werden hier unterrichtet.

Die Kapelle steht Besuchern montags bis freitags von 10-15:30 Uhr offen. Sie können auch einen schönen Spaziergang durch die mit Kopfstein gepflasterten Straßen von Old Aberdeen machen, wo sich das College befindet.

Crathes Castle, Crathes, Aberdeenshire

Entstehungszeit: 16. Jahrhundert

Das wunderschöne Crathes-Anwesen in Royal Deeside war 1323 ein Geschenk von König Robert the Bruce an die Familie Burnett of Leys. Die Familie baute zunächst ein Crannog (eine hölzerne Festung auf Stelzen im Wasser) in einem sumpfigen Teil des Anwesens. Der Bau von Crathes Castle begann erst 1553 und verzögerte sich aufgrund politischer Unruhen während der Regierungszeit von Maria Stuart. Erst 1596 wurde es fertiggestellt.

Die Burg wurde nach Art eines traditionellen Tower House erbaut und verfügt über einige Ziertürme. Die Burg wurde in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten und beheimatet heute eine beachtliche Porträtsammlung sowie in der schottischen Renaissance bemalte Decken in mehreren Räumen. Das ganze Anwesen umfasst gut 2 km² Wald und Wiesen, die Sie erkunden können, mit schönen Gärten, einem Sumpfbereich und einem Bach, die Sie über hölzerne Stege entdecken können.

Wussten Sie schon, dass bei Ausgrabungen in der Nähe der Burg eine Reihe von Gruben gefunden wurden, die schätzungsweise 10.000 Jahre alt sind und in der Mittelsteinzeit vermutlich als eine Art Kalender genutzt wurden?

Vielleicht gefallen Ihnen auch Balmoral Castle bei Braemar, Fyvie Castle bei Turriff und Craigievar Castle in der Nähe von Alford.

Duff House, Banff, Aberdeenshire

Entstehungszeit: 18. Jahrhundert

Duff House ist ein Herrenhaus im Barockstil, das 1740 von William Duff, dem 1. Earl Fife und Viscount Macduff, erbaut wurde. Etwa zu dieser Zeit fand der letzte Jakobitenaufstand statt und die industrielle Revolution stand kurz bevor. Die Duff-Familie hielt sich aus den Angelegenheiten der Jakobiten heraus und der Earl profitierte von seiner Position als Landbesitzer und Politiker im Unterhaus.

Der Bau des Hauses war ein außerordentlich teures Unterfangen, denn er fand zu einer Zeit statt, in der schottische Lords ihre Burgen und Schlösser zugunsten von großzügigen und komfortablen Häusern aufgaben, die im 18. und 19. Jahrhundert als Statussymbole galten. Duff und sein Architekt, William Adam, zerstritten sich wegen des Geldes, sodass die gebogenen Ost- und Westflügel, die geplant waren, nie gebaut wurden. Nichtsdestotrotz ist es bis heute ein beeindruckendes und wunderschönes Haus.

Zu William Adams großer Vision gehören ein detailreiches Mauerwerk, sechs Treppen und ein großer Salon. Das Haus beherbergt außerdem eine beachtliche Kunstsammlung. Besuchen Sie das restaurierte Haus, um mehr über seine Geschichte zu erfahren und spazieren Sie über die schön gestalteten Ländereien mit ihren Kutschwegen und Ziergebäuden.

Vielleicht gefallen Ihnen auch Haddo House in der Nähe von Ellon und Leith Hall bei Huntley.

Das Dorf Pennan, Aberdeenshire

Entstehungszeit: 18. Jahrhundert

Pennan ist eines der charmantesten Fischerdörfer, das Sie in Schottland finden werden. Es liegt am Fuß steiler Klippen und besteht aus einer Reihe bunter Häuser, deren Giebel zum Schutz vor den Nordseewinden zum Meer zeigen. Außerdem hat das Dorf einen malerischen kleinen Hafen.

Seit dem 18. Jahrhundert gibt es an diesem Ort ein Dorf und die denkmalgeschützten Hütten stammen aus dem 19. Jahrhundert. Ein historischer Bericht von 1855 erzählt davon, dass 129 Männer und Jungen mit ihren Familien hier lebten und eine Flotte aus 40 Fischerbooten hatten. Highlander, die zwischen 1780 und 1854 aus den Highlands vertrieben wurden, besiedelten kleine Fischerdörfer wie dieses, als sie ihre Farmen verlassen mussten, um Platz für Schafweiden zu machen. Mit zunehmender Bootsgröße wurde der Hafen immer weniger genutzt, doch bis heute legen kleine Fischer- und andere Boote in Pennans kleinem Hafen an.

Das berühmteste „Gebäude” in Pennan ist eher ungewöhnlicher Natur – es ist eine traditionelle rote Telefonzelle! Pennan diente als Kulisse für den Kultfilm Local Hero von Bill Forsyth, und die Telefonzelle erhielt danach, dank ihrer nicht unerheblichen Rolle im Film, den Status eines denkmalgeschützten Gebäudes. Im Film nutzt Mac, der Mitarbeiter eines texanischen Ölkonzerns, diese Telefonzelle, um im Unternehmenshauptsitz in Texas anzurufen, und wirft so einiges Kleingeld ein, wann immer er der Piepton hört.

Gönnen Sie sich doch ein Mittag- oder Abendessen im Pennan Inn, der auch im Film mitspielt, wenn Sie zu Besuch sind!

Es ist empfehlenswert, Ihr Auto oben auf dem Hügel zu parken und ins Dorf zu spazieren, da nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen.

Auch die nahegelegenen Fischerdörfer Gardenstown, Boddam bei Peterhead (wo es seltene Gebäude aus rosafarbenem Granit zu sehen gibt) oder Footdee am Hafen von Aberdeen könnten Ihnen gefallen.

Bride of Feugh, Banchory, Aberdeenshire

Entstehungszeit: 18. Jahrhundert

Die romantische Bridge of Feugh überspannt den Fluss Water of Feugh, bevor dieser nach den wunderschönen Falls of Feugh in den größeren River Dee mündet. Sie wurde im Jahr 1790 erbaut, um vom Südufer des River Dee einen besseren Zugang zur historischen Marktstadt Banchory zu erhalten.

Während der Industrialisierung wurde viel in Infrastruktur investiert, beispielsweise in Bahnstrecken wie die Royal Deeside Railway und Dampfzüge aus den 1850er Jahren, die heute im nahegelegenen Crathes zu sehen sind.

Das ursprüngliche Zollhaus auf der Westseite der Brücke ist immer noch da und wurde in ein Haus umgebaut. In den frühen 1960er Jahren wurde eine Fußgängerbrücke als Aussichtspunkt zwischen dem Wasserfall und der alten Brücke errichtet.

Die Falls of Feugh sollten Sie unbedingt sehen, wenn Sie in der Gegend sind. Es ist ein beeindruckender Wasserfall, der 5,5 m in die Tiefe stürzt. Es ist außerdem eine große Herausforderung für die Atlantischen Lachse, die sich zwischen Februar und Oktober auf den Weg zu ihren Laichgründen machen, und die Brücke eignet sich bestens, um ihnen bei ihren Sprüngen zuzusehen.

Wenn Sie noch mehr alte Brücken besuchen möchten, folgen Sie doch dem Historic Bridges Trail von VisitAberdeenshire.

Die Sir Duncan Rice Library, Aberdeen

Entstehungszeit: 21. Jahrhundert

Die Sir Duncan Rice Library ist ein beeindruckendes Beispiel für das moderne Aberdeen. Sie wurde am 24. September 2012 offiziell von Königin Elisabeth II. eröffnet und befindet sich in der Nähe von Old Aberdeen auf dem Gelände der Universität von Aberdeen.

Das Gebäude wurde von den dänischen Architekten Schmidt Hammer Lassen entworfen und repräsentiert das Eis und Licht des Nordens. Das markante Designkonzept sollte „einen Treffpunkt und ein kulturelles Zentrum für die Universität und die Öffentlichkeit von Aberdeen“ bieten.

Das Gebäude ist für die Allgemeinheit zugänglich und Sie können Räume im Gebäude erkunden, die so wunderschön wie die Glasfassade sind, darunter ein einzigartiges Foyer mit einer asymmetrischen, runden Treppe, die so hoch wie das Gebäude ist.

Erfahren Sie hier mehr über Aberdeenshire, entdecken Sie 12 Geheimtipps in Aberdeen, die Sie besuchen können, oder sehen Sie noch mehr faszinierende Architektur in Schottland!

 

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