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Die wahren geschichtlichen Ereignisse hinter Outlander

Outlander © Sony Pictures

Manchmal brauchen wir alle eine Auszeit vom Alltag und was eignet sich dafür besser, als sich von einem fesselnden Roman in eine ganz andere Welt entführen zu lassen? Diana Gabaldons Outlander ist ein solches Phänomen, das viele zum Träumen bringt und im Geiste in die schottischen Highlands entführt. Der weltweite Bestseller erzählt die Liebesgeschichte von Jamie und Claire vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts und der Jakobitenaufstände.

Egal, ob Sie ein Fan der Serie oder Romane sind oder ein Faible für schottische Geschichte haben: Bei uns erfahren Sie mehr über den geschichtlichen Hintergrund von Outlander.

Wer waren die Jakobiten?

Das Schlachtfeld von Culloden © VisitScotland / Luigi Di Pasquale

Outlander beginnt in etwa mit dem Jakobitenaufstand im Jahr 1745, einem wichtigen Ereignis in der schottischen Geschichte. Im Zentrum der Handlung steht Claire Randall, eine Krankenschwester, die auf mysteriöse Weise vom Jahr 1946 in das Jahr 1743 zurückreist. Schnell trifft Claire in dieser ihr fremden Umgebung auf den gutaussehenden Highlander James Fraser, von allen Jamie genannt. Er ist ein Soldat und Landbesitzer, der in Frankreich unterrichtet wurde und Sympathien für die Jakobiten hegt. Doch wer waren eigentlich die Jakobiten?

Der Begriff „Jakobit“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet eigentlich nur so viel wie „Unterstützer von James“. James ist in diesem Fall James VII. von Schottland, der letzte katholische Monarch, der in England, Schottland und Irland regierte. Nachdem er von seinem protestantischen Schwiegersohn 1688 vom Thron gestoßen wurde, musste er in Frankreich ins Exil gehen. Kommen Sie noch mit? In den darauffolgenden 60 Jahren versuchten seine Anhänger immer wieder, James und seine Nachkommen zurück auf den Thron zu verhelfen.

Auch wenn sie manchmal romantisiert wird, die Jakobitenaufstände waren vor allem durch zahlreiche Kämpfe gekennzeichnet, bei denen viele Opfer zu beklagen waren. Trotz des Blutvergießens überdauerten inspirierende Geschichten und Persönlichkeiten wie Bonnie Prince Charlie, der auch in Outlander vorkommt, die Zeit.

Wer war Bonnie Prince Charlie?

Bonnie Prince Charlie in Outlander © Starz, Sony Pictures

Prinz Charles Edward Stuart, auch als „the Young Pretender“ (der junge Thronanwärter) bekannt, war der Enkel von James VII. Groẞgezogen wurde er im Exil in Rom, doch er hegte stets den Wunsch, den Thron für sich und seine Familie wieder einzunehmen. Eine kurze Zeit lang versuchte er, in Frankreich Anhänger für seine Sache zu finden, bis er schließlich 1745 in Schottland ankam.

Der Prinz fand unter anderem bei den Highlandern Unterstützung und konnte einige Schlachten für sich entscheiden, sodass er sogar bis nach England vorrückte. Doch seine Truppen wurden schließlich zurückgedrängt und bei der verheerenden Schlacht von Culloden im Jahr 1746 niedergeschlagen. Nach Culloden floh Charles mit Hilfe der jakobitischen Heldin Flora MacDonald zurück nach Europa, wo er den Rest seines Lebens im Exil verbrachte. Die Geschichte seiner Flucht ist nun Teil der schottischen Folklore. Falls Sie die Isle of Skye besuchen, können Sie im Skye Museum of Island Life mehr über dieses Kapitel der schottischen Geschichte erfahren.

In den Outlander-Romanen entwickelt sich zwischen Jamie Fraser und Charles eine Freundschaft. Wir sehen, wie der Prinz Intrigen spinnt, um den Thron zurückzugewinnen, bis er schließlich bei der entscheidenden Schlacht in Schottland besiegt wird. Erfahren Sie mehr über Bonnie Prince Charlie.

Was passierte bei der Schlacht von Culloden?

Das Culloden Battlefield Memorial

Die Schlacht von Culloden wurde am 16. April 1746 östlich von Inverness ausgetragen. Bonnie Prince Charlie kämpfte mit einer Armee von 5.000 Jakobiten gegen den Duke of Cumberland und seine 8.000 Mann starke Armee. Die Schlacht war der Höhepunkt jahrelanger politischer Tumulte und es ging um nicht weniger als den Thron Großbritanniens. Viele Parteien und Interessen waren in dieses komplizierte Geflecht verwoben und in Outlander sind auch Jamie Fraser und sein Clan an den Kämpfen beteiligt.

Eine Sache ist aber unbestritten, nämlich dass Culloden eine schreckliche Niederlage für die Jakobiten war. In weniger als einer Stunde verloren etwa 1.500 Männer ihr Leben – mehr als 1.000 von ihnen waren Jakobiten. Es war die letzte Schlacht, die auf britischem Boden gefochten wurde, und sie veränderte den Lauf der Geschichte unwiederbringlich. Im Anschluss an die Kämpfe wurden viele des Hochverrats beschuldigt und festgenommen, bis schließlich das Clan-System abgeschafft wurde.

Ein Besuch in Culloden ist ein aufwühlendes Erlebnis. Grabsteine markieren die Gräber hunderter Clanmitglieder, die hier ihr Leben verloren, und oft legt sich eine unheimliche Stille auf das Drumossie Moor.

Erfahren Sie mehr über Outlander in Schottland

Outlander © Sony Pictures

Fans von Outlander haben die historischen Orte schon seit der Veröffentlichung der Romane besucht, aber noch populärer sind die Sehenswürdigkeiten, die als Kulisse für die TV-Serie dienten. Am Ende dieses Artikels finden Sie hilfreiche Links, die Ihnen bei Ihrer Suche und Reiseplanung helfen können.

VisitScotlands Guide zu Outlander-Drehorten und vielem mehr: Outlander-Drehorte

Erfahren Sie mehr über Bonnie Prince Charlie und die Jakobiten: National Trust for Scotland

Finden Sie mehr über Culloden und schottische Geschichte heraus: Das Schlachtfeld von Culloden

Orte in der Nähe von Inverness, die eine Verbindung zu Outlander haben: The Chaotic Scot

Unser eBook zum Land hinter der Geschichte: Schottland – das Land von Outlander

Sie lieben Geschichte? Dann sehen Sie sich diese historischen Veranstaltungen an und finden Sie mehr über ihre Hintergründe heraus.

 

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