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Der Blog

7 faszinierende Geschichten aus Südschottland

 

In Schottlands Jahr der Geschichten 2022 eignet sich Südschottland bestens als Reiseziel. Von romantischen Liebesgeschichten und magischen Legenden bis hin zu Erzählungen über Geister, Schmuggler, Jakobiten und Bonnie Prince Charlie – viele Sehenswürdigkeiten und Orte in der Region haben faszinierende Geschichten zu bieten. Hier sind nur einige der Geschichten hinter besonderen Orten in der Region.

*Bitte überprüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch auf der jeweiligen Webseite.*

Sweetheart Abbey – eine Liebesgeschichte

Sweetheart Abbey, New Abbey, Dumfries & Galloway © Dumfries & Galloway Council/Mark Geddes

Wo? New Abbey in der Nähe von Dumfries, Dumfries & Galloway

Am Rande eines kleinen Dorfes in Dumfriesshire steht ein beeindruckendes Denkmal unsterblicher Liebe. Im Jahr 1272 unterzeichnete Lady Dervorgilla die Gründungsurkunde für ein neues Zisterzienserkloster, das im Gedenken an ihren geliebten Ehemann John Balliol errichtet wurde. Doch der Bau eines prächtigen Klosters war für Lady Dervorgilla noch nicht Liebesbeweis genug, denn sie trug außerdem das einbalsamierte Herz ihres Mannes in einem Kästchen aus Elfenbein stets bei sich. Als sie schließlich starb, wurde sie zusammen mit dem Herz im Kloster begraben. Kurz darauf begannen die Mönche damit, das Kloster Dulce Cor zu nennen, was „süßes Herz“ und auf English „Sweetheart“ bedeutet – ein Kosename, der in der englischsprachigen Welt bis heute weit verbreitet ist.

Erfahren Sie mehr über Sweetheart Abbey.

Traquair House – die berüchtigten Bärentore

Wo? Peebles, Scottish Borders

Mit seinen über 900 Jahren ist Traquair House das älteste durchgehend bewohnte Haus in Schottland und ein wirklich außergewöhnlicher Ort. Seit seinem Bau im 12. Jahrhundert haben 27 Könige und Königinnen Traquair besucht und seit 1491 wird es von der Stuart-Familie bewohnt. Jeder Zentimeter des Gebäudes, von den knarzenden Fußböden und ausgetretenen Pflastersteinen bis hin zur Ahnengalerie und den kostbaren Antiquitäten, hat eine Geschichte zu erzählen. Überraschenderweise spukt es in diesem Haus aber weniger, als Sie vielleicht denken würden. Die ergreifendste Geschichte des Hauses ist nicht übernatürlich, sondern dreht sich um die mit Bären verzierten Tore, die das Ende der ehemaligen Auffahrt markieren. Als Bonnie Prince Charlie das Haus 1745 auf seinem Weg zur Battle of Culloden verließ, um den Thron für die Stuart-Familie zurückzuerobern, wurde das Tor zum letzten Mal geschlossen. Es heißt, es würde erst wieder geöffnet, wenn wieder ein Stuart auf dem britischen Thron sitzt.

Erfahren sie mehr über Traquair House.

Der Dudelsackspieler von Culzean Castle – eine Geistergeschichte

Die mysteriösen Klippen unterhalb von Culzean Castle, South Ayrshire

Wo? Maybole, South Ayrshire

Von schottischen Hochzeiten, Burns Night, Highland Games und anderen Festlichkeiten in Schottland ist der markante Klang des Dudelsacks kaum wegzudenken. Es gibt aber auch Orte, an denen genau dieser Klang das Blut in Ihren Adern gefrieren lässt. Culzean Castle ist so ein Ort. Es heißt, dass es in den Höhlen in den Klippen unterhalb von Culzean Castle spukt. Einst wurde ein furchtloser Dudelsackspieler damit beauftragt, herauszufinden, was es mit diesem Spuk auf sich hatte. Er sollte in die Höhlen hineingehen und gleichzeitig auf seinem Dudelsack spielen, bis er durch einen Tunnel wieder hinauf auf die Klippen gelangte, begleitet von seinem treuen Hund. Als die beiden in die Dunkelheit entschwanden, wurden die Dudelsackklänge immer leiser und leiser, bis alles still war. Weder der Dudelsackspieler noch sein Hund wurden je wieder gesehen. An ruhigen Nächten kann man bis heute Dudelsackklänge hören, die aus den mysteriösen Höhen emporsteigen. Einige behaupten sogar, dass sie auf dem Schlossgelände eine einsame Silhouette auf Piper’s Brae gesichtet haben – und das ist nur eine der gespenstischen Figuren, die dieses Schloss und seine Umgebung heimsuchen sollen.

Erfahren Sie mehr über Culzean Castle & Country Park.

Hermitage Castle – ein dramatisches Kapitel im Leben von Maria Stuart

Hermitage Castle, near Newcastleton

Hermitage Castle bei Newcastleton

Wo? Newcastleton, Scottish Borders

Hermitage Castle, auch als „Wachhaus eines der blutigsten Täler Großbritanniens“ bekannt, steckt voller Mythen und Legenden. Im Jahr 1566 wurde die Burg Zeuge eines der entscheidendsten und kontroversesten Kapitel im Leben von Maria Stuart. James Hepburn, Earl of Bothwell und angeblich Marias heimlicher Geliebter, wurde in einer Schlacht mit den Border Reivers schwer verletzt. Die Border Reivers waren eine Gruppe von Viehdieben und Kriminellen, die entlang der Grenze zwischen England und Schottland ihr Unwesen trieben. Maria hielt sich zu diesem Zeitpunkt im nahe gelegenen Jedburgh auf, nur zwei Wochen nach der Geburt ihres Kindes. Sie hörte von Hepburns Verletzung und ritt 40 km durch die gefährliche Landschaft, um bei ihm zu sein. Hepburn überlebte und die beiden heirateten, doch ihre Verbindung hatte schwerwiegende Folgen. Ihre Feinde sahen ihre furchtlose Tat nicht nur als Beweis für eine Affäre mit Bothwell, sondern auch als Zeichen ihres Mitwirkens an einer Verschwörung, ihren zweiten Ehemann, Lord Darnley, zu ermorden. Noch problematischer war, dass es als Beweis dafür gesehen wurde, dass sie plante, ihre Cousine Elisabeth I vom Thron zu stoßen, was schließlich ihr Schicksal besiegelte.

Erfahren Sie mehr über Hermitage Castle und das Leben von Maria Stuart.

Eildon Hill – Folklore, die Sir Walter Scott inspirierte

Wo? Bemersyde, Scottish Borders

Wohl keine Region hat Sir Walter Scott mehr inspiriert als die Scottish Borders. Scott’s View, ein Aussichtspunkt in der Nähe der Ortschaft Bemersyde, bietet Ihnen einen herrlichen Panoramablick auf die Landschaft, die einst Sir Walter Scott so faszinierte. Es war nicht nur ihre Naturschönheit, sondern auch die uralten Volkserzählungen, die Scotts Fantasie als Kind beflügelten. Von Scott’s View aus können Sie Eildon Hill sehen, einen Ort mit Bezug zu Thomas the Rhymer, einem Liedermacher und Seher. Es heißt, dass Thomas seine übernatürlichen Kräfte der Königin des Elfenlandes verdankte, die ihn in ihr Feenreich im Inneren von Eildon Hill entführte. Dort verbrachte er mehrere Jahre und erhielt die Fähigkeit der Voraussicht. Als er in die Welt der Sterblichen zurückkehrte, stellte er fest, dass er nicht mehr lügen, aber dafür die Zukunft vorhersagen konnte, darunter viele zentrale Ereignisse in Schottlands Geschichte. Als Unsterblicher kehrte er zum Eildon Hill zurück, wo er bis heute leben soll. Das ist nur eine der Geschichten, die Scott sammelte und in Lieder und Balladen, einem Sammelband mit Volkserzählungen aus den Borders, veröffentlichte.

Besuchen Sie Scott’s View und seinen Landsitz Abbotsford.

Gunsgreen House – Geheimnisse eines Schmugglerhauses

Wo? Eyemouth, Scottish Borders

Wenn Wände sprechen könnten, dann hätten sie in Gunsgreen House unendlich viele Geschichten aus dem 18. Jahrhundert zu erzählen, als es an der Küste von Berwickshire vor Schmugglern nur so wimmelte. Einer der berüchtigtsten Schmuggler jener Zeit was John Nisbet, der dieses elegante Bauwerk von Architekt John Adam mit den Gewinnen aus seinen illegalen Aktivitäten errichten ließ. Zu den Geheimnissen von Gunsgreen gehören unterirdische Tunnel, ein Versteck unter den Dielenbrettern, in dem Nisbet sich vor den Steuereintreibern verstecken konnte, und ein geheimer Schacht, in dem Nisbet Tee versteckte – Tee war damals eine hoch besteuerte und kostbare Ware, die Nisbet von seinem Empfangszimmer aus in kleinen Päckchen verkaufte. Selbst die hohen Fenster im Salon waren strategisch so platziert, dass sie den Hafen überblickten und die Schmuggler sich im Schutz der Dunkelheit Lichtsignale geben konnten.

Besuchen Sie das Museum von Gunsgreen House.

Die Great Polish Map of Scotland – eine Geschichte der Dankbarkeit aus dem Zweiten Weltkrieg

Wo? Peebles, Scottish Borders

Auf den ersten Blick scheinen die Ländereien des Barony Castle Hotels typisch für ein prächtiges Landhaus. Wenn Sie aber einen genaueren Blick auf die mit Flechten und Moosen bewachsenen Findlinge auf dem Gelände werfen, können Sie etwas ganz Besonderes entdecken: eine riesige Karte des Reliefs von Schottland, die mit Abstand größte Karte ihrer Art in Großbritannien. Die Geschichte ihrer Entstehung ist sehr bewegend. Während des Zweiten Weltkriegs war Jan Tomasik, ein polnischer Unteroffizier, mit einer Panzerdivision in der Nähe stationiert, um bei der Verteidigung des Landes zu helfen. Nach Ende des Krieges kaufte Tomasik Barony Castle und machte es zu einem Hotel. Tomasik, der sich sehr für Topografie interessierte, wollte seinem neuen Heimatland auf besonderem Wege danken und schon war die Idee zur „Great Polish Map of Scotland“ (die „große polnische Schottlandkarte“) geboren. Die riesige Karte ist über 48 m lang und knapp 40 m breit. Sie wurde 2010 restauriert und ist bis heute ein erstaunlich genaues Modell der schottischen Landschaft.

Besuchen Sie die Great Polish Map of Scotland und übernachten Sie im Barony Castle Hotel.

Erfahren Sie mehr über Schottlands Jahr der Geschichten 2022 und finden Sie weitere Orte, die Sie in Südschottland entdecken können. Stöbern Sie in Unterkünften in den Scottish Borders und Dumfries & Galloway, die mit dem Green Tourism Award ausgezeichnet wurden, oder lassen Sie sich von diesen Unterkünften in Südschottland inspirieren.

 

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