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Tierisch schottisch – schottische Nutztiere und wo sie zu finden sind

Kitchen Coos and Ewes © VisitScotland / Kenny Lam

Wenn wir Sie nach einem Nutztier fragen, das aus Schottland stammt, denken Sie vermutlich gleich an unsere Hochlandrinder, oder? Lesen Sie weiter und entdecken Sie noch mehr traditionelle schottische Rassen, die in ihrer Anpassung die vielfältige Landschaft und das Klima Schottlands widerspiegeln. Viele dieser Tierarten können Sie auch heute noch sehen, wenn Sie Urlaub auf einem schottischen Bauernhof machen. Andere Arten sind heute etwas seltener – aber sie sind trotzdem leichter zu entdecken als der wilde Haggis!

Hier ist unser Leitfaden zu einigen unserer historischen Rassen, aber auf einem schottischen Bauernhof warten noch viel mehr tierische und auch kulinarische Erlebnisse auf Sie.

Schottische Hochlandrinder

Fangen wir mit der ältesten registrierten Viehrasse der Welt an, dem Schottischen Hochlandrind. Das Schottische Hochlandrind stammt aus den schottischen Highlands und von den Inseln der Hebriden. Die Rasse wurde im 6. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt und ist bis heute für ihr langes, dichtes Fell und ihre Robustheit bekannt, die ihnen das Überleben unter rauen Bedingungen ermöglichen. Auf Schottisch-Gälisch heißt diese Rasse Bò Ghàidhealach und auf Scots wird sie Heilan coo genannt.

Auf vielen Bauernhöfen in ganz Schottland können Sie Hochlandrinder sehen und mehr über ihr gutmütiges Wesen und ihre Bedeutung für die Landschaftspflege erfahren. Machen Sie bei Kitchen Coos & Ewes eine Tour im Anhänger oder beobachten Sie die Tiere bei einer Farm Buggy Tour in den Highlands. Bei Aberdeen Highland Beef können Sie den perfekten Schnappschuss machen.

Was für ein Traum, mit Blick auf eine Herde Hochlandrinder aufzuwachen! Dieser Traum wird auf einer Reihe von Bauernhöfen in Schottland wahr, denn hier warten großartige Unterkünfte auf Sie, von gemütlichen Cottages, Schäferhütten und Bothies bis hin zu einzigartigen Unterkünften für Selbstversorger.

Bei Ihren Reisen durch Schottland können Sie viele Hochlandrinder entdecken, zum Beispiel auf Bauernhöfen, ländlichen Anwesen und in Country Parks. Und für Zuhause gibt es auch noch unsere Coo Cam!

Clydesdales 

Wo wir schon bei sanften Riesen sind: Das Clydesdale ist eine schottische Arbeitspferdrasse. Seinen Namen verdankt es seiner Herkunftsregion, dem Tal des River Clyde, auch Clydesdale genannt, in Lanarkshire. Bei Blackstone Clydesdales können Sie diese Pferde nicht nur striegeln, sondern auch reiten oder mit ihnen fahren. Wenn Sie auf der Blairmore Farm in Perthshire übernachten, sollten Sie unbedingt die vier Clydesdales besuchen, die Sie von Ihrer Unterkunft aus auf der Weide grasen sehen können. Im Pollok Country Park in Glasgow können Sie sowohl Hochlandrinder als auch Clydesdales entdecken.

Highland-Ponys

Das Highland-Pony ist eine weitere gutmütige Rasse. Es ist eine von drei heimischen Ponyrassen, die aus Schottland stammen. Die anderen beiden Rassen sind das Shetland-Pony und das Eriskay-Pony. Highland-Ponys haben ein dichtes Winterfell, das es ihnen ermöglicht, in den rauen Bedingungen im Winter zu überleben.

Eriskay-Ponys

Das Eriskay-Pony stammt von der Isle of Eriskay in den Äußeren Hebriden. Es ist eine uralte Rasse, deren Ursprünge auf keltische und nordische Züchtungen zurückgehen. Äußerlich haben Eriskay-Ponys große Ähnlichkeit mit Zeichnungen von Ponys, die auf alten piktischen Steinen im Norden und Westen Schottlands gefunden wurden. Die Rasse ist heute selten und wird vom britischen Rare Breeds Survival Trust als kritisch eingestuft. Sie können Eriskay-Ponys bei Doonies Rare Breeds Farm in der Nähe von Aberdeen sehen. Dieser Hof hat eine der größten Sammlungen seltener und bedrohter Nutztiere in Schottland und ist auch als nationales Zentrum für die Zucht seltener Arten anerkannt.

Shetland-Ponys, -Rinder und -Schafe

Die einzigartigen klimatischen und landschaftlichen Bedingungen auf den Shetland-Inseln haben eine Reihe unverwechselbarer Rassen hervorgebracht. Am bekanntesten sind wohl die berühmten Shetland-Ponys, die Sie überall auf den Inseln entdecken können. Sie werden jedoch auch Shetland-Rinder sehen, die auffällige Mini-Wikingerhörner haben. Sie können diese Tiere in ganz Schottland entdecken, zum Beispiel bei Trossachs Yurts auf der Moss-side Farm im Flanders-Naturschutzgebiet in Stirlingshire.

Shetland-Schafe sind eine kleine, widerstandsfähige Rasse, die eine große Rolle in der Wollproduktion auf Shetland spielt. Bei Garths Croft auf der Insel Bressay, die zu den Shetland-Inseln gehört, können Sie diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum sehen. Der Hof hat sich auf heimische und seltene alte Rassen spezialisiert.

Halten Sie auf den schottischen Inseln Ausschau nach diesen heimischen und oft seltenen Rassen:

Soay-Schafe

Soay-Schafe haben ein schwarzes, helles oder bräunliches Fell und sind scheu, klein und wendig. Sie stammen von der Insel Soay, die zur Inselgruppe St Kilda gehört. Aus der gleichen Region stammt auch das Boreray-Schaf, eine Rasse, die heute zur Landschaftspflege genutzt wird. Die Tiere müssen nicht geschoren werden. Ihre Wolle wurde in der der Vergangenheit zu Garn für Tweed verarbeitet.

North-Ronaldsay-Schafe

Bis heute kommen die North-Ronaldsay-Schafe vor allem auf ihrer Heimatinsel North Ronaldsay in Orkney vor und haben sogar ihr eigenes Sheep Festival. Sie haben sich so erfolgreich an ihre Umgebung angepasst, dass sie sich von Seetang ernähren und am Strand leben können. Um die gesamte Insel North Ronaldsay herum wurde 1832 ein Natursteinwall errichtet, um die Schafe vom Ackerland der Insel fernzuhalten.

Hebriden-Schafe

Diese kleinen schwarzen Schafe, die oft vier Hörner haben, sind in ganz Schottland beliebt. Wenn Sie Urlaub auf der Guardswell Farm in Perthshire oder der Old Leckie Farm in Stirlingshire machen, sollten Sie sie unbedingt aus der Nähe bewundern.

Luing-Rinder

Luing-Rinder (ausgesprochen wie ling) wurden ab 1947 auf der Insel Luing in den Inneren Hebriden von den Gebrüdern Cadzow gezüchtet, deren Familie bis heute Landwirtschaft auf der Insel betreibt. Das Ziel der Zucht war es, ein Rind zu züchten, das sich für die Fleischproduktion eignet und Kälber in widrigen Wetterbedingungen aufziehen kann. Luing-Rinder waren die erste neue Rinderrasse, die in über 100 Jahren in Großbritannien gezüchtet wurde. Sie wurde 1965 von der britischen Regierung als eigene Rasse anerkannt. Heute finden Sie diese Rinder in vielen Teilen Schottlands, zum Beispiel auf der Fearn Farm in den Highlands, wo Sie sie mit Glück direkt aus Ihrer Unterkunft sehen können.

Castlemilk Moorit 

Castlemilk Moorit ist eine seltene Hausschafrasse, die ursprünglich aus Dumfries & Galloway stammt. Sie wurde im 20. Jahrhundert als dekorative Rasse für den Park des Castlemilk-Anwesens von Sir John Buchanan Jardine gezüchtet und nach dem Anwesen benannt. Das Wort moorit stammt aus dem Scots-Dialekt der Lowlands und bezeichnet die hell- bis rotbraune Fellfarbe der Tiere.

Belted Galloway

Wir bleiben noch etwas im Süden Schottlands, denn hier leben die auffällig schwarz-weißen Belted-Galloway-Rinder. Sie sind quasi wie Pandas, nur eben in Kuhform! Sie stammen von den Galloway-Rindern aus der Region Dumfries & Galloway in Südwestschottland ab und sind bestens an die Bedingungen auf den höher gelegenen Weiden und windgepeitschten Mooren angepasst. Sie können diese Tiere auf der Wark Farm in Aberdeenshire sehen, wo sie seit über zehn Jahren bei der Landschaftspflege der Feuchtgebiete und Wildblumenwiesen helfen.

Ayrshire-Rinder

So mancher Liter schottische Milch stammt von dieser braun-weiß gescheckten Rinderrasse aus Ayrshire im Südwesten von Schottland. Wenn Sie in einem stylischen Café in Glasgow an einem Milchkaffee nippen, kann es sein, dass die Milch von der Mossgiel Farm und ihrer Ayrshire-Herde stammt. Falls der Name Mossgiel Farm Ihnen bekannt vorkommt: Schottlands Nationalbarde Robert Burns lebte zwischen 1784 und 1786 auf dem Hof und schrieb sein Gedicht To a Mouse hier.

Aberdeen Angus 

Die beliebte Rinderrasse Aberdeen Angus (auch Angus genannt) ist auf der ganzen Welt bekannt und stammt von Rindern ab, die aus den Regionen Aberdeenshire und Angus im Nordosten Schottlands stammen und dort auch als doddies und hummlies bezeichnet werden. Lernen Sie die Tiere in ihrer Heimat kennen und besuchen Sie Newton Farm Holidays in Angus. Auch Hugh Grierson Organic in Perthshire oder die Peelham Farm in den Scottish Borders haben eine Herde. Schauen Sie vorbei und erfahren Sie, warum es von diesen Rindern das zarteste Steak gibt.

Scottish Blackface  

Überall in den mit Heidekraut bewachsenen Bergen von Schottland können Sie Herden des Scottish Blackface entdecken. Diese Schafrasse ist die am weitesten verbreitete Rasse in Großbritannien und stammt ursprünglich aus England. Besuchen Sie die Eastside Farm im Pentland Hills Regional Park und zählen Sie die Schafe, die Sie auf den sanften Hügeln entdecken können. Während der Lammsaison im Frühjahr können Sie mit Lennox of Lomond und ihren Scottish-Blackface-Schafen Führungen machen.

North Country Cheviots

1791 brachte Sir John Sinclair Mutterschafe aus den Cheviot Hills in der Nähe der schottisch-englischen Grenze in die Regionen Caithness und Sutherland und nannte sie Cheviots. Heute ist die Rasse in ganz Schottland beliebt und Sie können die Tiere bei einem Urlaub auf der Cowden Farm in der Nähe von Drumlithie in Aberdeenshire sehen. Die Region inspirierte schon den schottischen Autor Lewis Grassic Gibbon, der in seinem Roman Lied vom Abendrot (1932) das Leben auf dem Land in Schottland einfing.

Erfahren Sie mehr über Urlaub auf dem Bauernhof und Ausflüge auf Bauernhöfe in Schottland. Genießen Sie Ihre Zeit in der schottischen Landschaft und freuen Sie sich darauf, all jene kennenzulernen, die mit der Landschaft arbeiten und sich um sie kümmern.

 

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