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Tierfotografie: Auf der Suche nach Schottlands Wildkatzen, Ottern und Adlern

Schottland ist Heimat einer wirklich beeindruckenden Tierwelt, von roten Eichhörnchen, Rothirschen und Ottern hin zu exotischeren und schwer zu findenden Arten wie der Schottischen Wildkatze, Seehunden, Delfinen und Adlern. Tierfotograf und Instagram-Nutzer George Turner ist durch Schottland gereist, um zu versuchen, die bekanntesten schottischen Wildtiere zu fotografieren, und hat seine Reise in seinen eigenen Worten und Bildern für VisitScotland dokumentiert.

George looks out on the Quiraing, Skye

George blickt auf den Old Man of Storr, Skye | Foto von George Turner

„Bewaffnet mit meiner Kamera (und einer Tasche voller Teleobjektive) machte ich mich von Southampton in England auf den langen Weg nach Norden. Meine Mission? Die fantastische Vielfalt der schottischen Natur zu finden, zu erleben und zu fotografieren.

Mein erster Halt war die wilde und abgelegene Region Assynt in Wester Ross. Nur wenige Besucher reisen so weit in den Norden, weshalb es der perfekte Ort für Tierbeobachtungen ist, da man kaum von anderen Menschen gestört wird. Ganz oben auf meiner Liste für meine drei Tage hier stand die Schottische Wildkatze, eine heimische (und bedrohte) Unterart der Europäischen Wildkatze, die aus Schottland stammt.

Auf der Suche nach Wildkatzen in Wester Ross

Ich hatte vor meiner Reise mit mehreren Forschern gesprochen und den Tipp erhalten, dass in der Region um Loch Sionascaig in letzter Zeit Wildkatzen gesichtet wurden. Da Wildkatzen in der Dämmerung am aktivsten sind, zog ich um 4 Uhr morgens mit meiner Kamera und meinem Versteck im Schlepptau los.

Goat in Wester Ross

George begegnet einer Ziege in Wester Ross | Foto von George Turner

Machen wir’s kurz: Ich hatte kein Glück. Obwohl ich drei Tage lang in der Morgen- und Abenddämmerung in von der Seite kommendem Regen und Sturmböen saß, ist mir das Tier (weitestgehend) entkommen. Spät an einem kühlen Nachmittag versuchte ich mein Glück damit, ein Stück den Berg Stac Pollaidh hinaufzuwandern, wo ich mein Versteck aufschlug und wartete.

Näher kam ich dem mystischen Tier nicht. Es begann zu dämmern und der Vorhang der Dunkelheit senkte sich schnell, als ich einen erhobenen muskulösen, gestreiften Schwanz rund 100 Meter von mir entfernt entdeckte. Der Moment dauerte nicht länger als drei Sekunden und die Sicht war schlecht. Ich könnte nicht mit Sicherheit sagen, ob dies eine Wildkatze oder eine verwilderte Katze war. Trotzdem stelle ich mir gern vor, wie diese Katze sich ganz besonders viel Mühe dabei gegeben hat, trotz all meiner Bemühungen nicht von mir entdeckt zu werden!

Beach

Clachtoll Beach in Assynt | Foto von George Turner

Da ich in Assynt war, nutzte ich die Zeit zwischen Sonnenauf- und -untergang für Landschaftsaufnahmen. Aufgrund der schlechten Sicht und der Tatsache, dass die berühmten Berge der Region in den Wolken verschwanden, machte ich mich auf den Weg nach Norden, zu den legendären Stränden von Achmelvich und Clachtoll. Abgesehen vom eisigen Wind könnte man fast denken, dass Clachtoll zu den Seychellen gehört!

Adler und Sonnenuntergänge auf Skye

Dann ging es für mich gen Süden, auf die beliebte Isle of Skye. Ich hatte die Insel wegen ihrer spektakulären Landschaften bereits letzten Dezember besucht, aber dieses Mal wollte ich noch tiefer eintauchen und all die Ecken und Enden erkunden, die die Insel so besonders machen.

Highland Coo in Skye

Hochlandrind auf der Isle of Skye | Foto von George Turner

Am nächsten Morgen machten wir (ich und mein Instagram-Kollege @ali.horne) uns rechtzeitig für den Sonnenaufgang auf dem Weg zum Quiraing. Wir kletterten auf den Rücken des Bergs, um die unglaubliche Aussicht zu genießen. Mutter Natur hatte aber andere Pläne und begrüßte uns mit Hagel, Schnee und Regen.

Wir hatten gehört, dass das Wetter im Süden besser mitspielte, also schnappten wir uns unsere Autos und düsten zu den Fairy Pools, die sich im Glen Brittle verstecken.

Die Fairy Pools waren genauso mystisch, wie sie klingen. Leuchtend türkises Wasser, verschlungene Sturzrinnen, ungewöhnliche Wasserfälle und alles vor dem bestmöglichen Hintergrund: Den Cuillin Hills.

Fairy Pools, Skye

Die berühmten Fairy Pools auf der Isle of Skye | Foto von George Turner

Nach einigen Stunden machten wir uns auf den Weg in den kleinen Küstenort Elgol, der für seinen Blick übers Meer auf die Cuillins berühmt ist. Einige Einheimische erwähnten auch Fischotter und ich hoffte, einen Blick auf sie zu erhaschen.

Sunset at Elgol

Sonnenuntergang bei Elgol | Foto von George Turner

Tja, leider keine Otter… aber wir entdeckten einige Seeadler hoch oben in der Ferne. Zusammen mit dem großartigen Sonnenuntergang war es die beste Entschädigung.

Am nächsten Tag versuchten wir unser Glück mit dem Quiraing (ja, nochmal!) im Sonnenaufgang. In der Nacht hatte es geschneit und die Temperaturen waren unter den Gefrierpunkt gesunken, was die Fahrt dorthin durchaus heimtückisch machte. Unsere Belohnung, als wir es geschafft hatten? Wunderschönes goldenes Licht auf der Trotternish Ridge und darüber hinaus.

Sunset over the Quiraing

Sonnenaufgang über dem Quiraing auf der Isle of Skye| Foto von George Turner

Ali machte sich auf den Weg zurück nach Glasgow und ich fuhr Richtung Süden nach Argyll, um die Wildkatzen und Fischotter zu finden. Eins kann ich verraten: Ich konnte eines der beiden Tiere finden… aber welches?!

Otter in Argyll

Argyll ist bekannt für seine zahlreichen Meereslebewesen; Wale, Delfine, Seehunde, Otter, Seevögel. Sie sagen es, Argyll hat es. Mit einer Unmenge an Inseln, Seen und versteckten Buchten ist es kein Wunder, dass so viele Tiere es zu ihrer Heimat machen.

Castle Stalker

Castle Stalker nahe Oban in Argyll | Foto von George Turner

Von meiner Unterkunft in Oban ausgehend verbrachte ich den Großteil meiner Zeit an der Mündung von Loch Etive. Im Umfeld von Oban und Castle Stalker (Bild oben) gab es zahlreiche Möglichkeiten zum Fotografieren. Meine Wahl wurde belohnt…

Mein neuer Freund steckte seinen Kopf gegen neun Uhr morgens aus dem Wasser. Ich sah die typische V-Form im Wasser und folgte dem Otter zum Ufer, den Finger ständig auf dem Auslöser. Ich hatte nicht mehr als 30 Sekunden Zeit, aber glauben Sie mir: Diesen Moment werde ich nie vergessen.

Otter in Argyll

Otter im Loch Etive, Argyll | Foto von George Turner

Den nächsten Tag verbrachte ich am bewaldeten Ufer von Lochgilphead, in der Hoffnung, dass mir vielleicht ein rotes Eichhörnchen vor die Linse kommen würde. In meinen Heimatgrafschaften Dorset und Hampshire gibt es sie heute nicht mehr. Zwar konnte ich keine entdecken, doch die wunderschöne Landschaft war Belohnung genug.

The Road

Straße in Argyll | Foto von George Turner

Auf dem Rückweg zum Glasgow Airport, von wo aus mein Heimflug ging, dachte ich über meine Zeit in den Highlands nach. Mit einem Ausblick von der Straße wie oben ist es nicht schwer, nachzuvollziehen, warum mir der Abschied schwergefallen war und, noch viel wichtiger, warum ich mir vornahm, bald wiederzukommen.“

Wenn Sie mehr Fotos von George sehen möchten, besuchen Sie seinen Instagram-Account und seine Website.

 

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