In Schottland gibt es so viele Inseln, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Und die Auswahl an faszinierenden Unternehmungen macht es ganz schön schwer, sich zu entscheiden. Zum Glück gibt es ja uns, und wir helfen gern. Wir haben ganz schön tief gegraben, um herauszufinden, wie vielfältig das  „Inselhüpfen“ sein kann und um Ihnen einen kleinen Einblick zu geben, was die einzelnen Inseln Schottlands so ausmacht. Dabei haben wir einige einzigartige Erlebnisse gefunden, die sich Ihnen nur hier bieten.

Argyll

Tobermory
Tobermory, Mull

Bekannt als:

Die Argyll Inseln vor der Westküste Schottlands sind ganz schön vielseitig – 25 bewohnte Inseln, darunter Jura mit seinen geschwungenen Hügeln oder Tiree mit wunderschönen weitläufigen Sandstränden oder der lebhafte Fischerhafen Tobermory auf Mull – jede Insel hat ihre ganz persönliche Geografie. Um das Beste aus Ihrem Urlaub zu machen, empfiehlt sich das „Inselhüpfen“ – so können Sie an einem Tag Robben vor der Küste von Kerrera beobachten und am nächsten feinen Malzwhisky in einer Whiskybrennerei auf der Isle of Islay kosten.

Ideal zum:

Blick über den Burggraben zur Außenmauer der Ruine von Rothesay Castle.
Rothesay Castle, Isle of Bute

1. Erkunden historischer Architektur

Die Inseln bieten einige der beeindruckendsten Ruinen in Schottland - Rothesay Castle auf der Isle of Bute ist ein wunderbares Beispiel. Die große runde Sandsteinmauer ist ein kleiner Hinweis darauf, wie unerschütterlich diese Burg einst als Festung wirkte, auch wenn sie nicht ausreichend stark war, um den norwegischen Königen und ihren Mannen Einhalt zu bieten, und zwar nicht nur im Jahr 1230, sondern auch 1263! 

Bute ist von Glasgow aus mit Zug und Fähre in weniger als 2 Stunden zu erreichen. Von Bute aus können Sie mit der Fähre über Argyll auf dem Festland zu den anderen Inseln weiterreisen.

2. Wandern

Ihnen liegt die Herausforderung? Die drei Gipfel des Rum Cuillin sind zwar nicht so hoch wie die berühmten schottischen Munros, aber sie bieten Ihnen trotzdem eine vitalisierende Wanderung, spektakuläre Ausblicke und das erhabene Gefühl, etwas erreicht zu haben. Mit Kinloch Castle als Ausgangspunkt kann der Gebirgszug von erfahrenen Wanderern an einem Tag überquert werden und enthält sogar einen recht anspruchsvollen Kletterabschnitt, der einen jedoch mit atemberaubenden Ausblicken auf die Inseln Eigg und Skye belohnt. Wenn Ihnen das ein wenig zu anstrengend ist, bietet die Insel auch andere aufregende Wanderstrecken, die ein wenig einfacher zu bewältigen sind. 

Äußere Hebriden

A couple look up to Calanais Standing Stones, which tower above them.
Calanais Standing Stones, Lewis

Bekannt als:

Eine Wildnis ganz im Westen am Rande des Atlantiks. Die Äußeren Hebriden  sind DER Ort für friedliche Einkehr, raue Landschaften und einen seltenen Einblick in das traditionelle schottische Inselleben. Hier können Sie die Natur beobachten, sich an wunderbar einsamen Stränden entspannen und die frische Luft atmen. Haben wir schon erwähnt, dass sich die Inseln auch hervorragend für Abenteuer eignen? Sie sind ein wahres Paradies für Kayak-Freunde, Windsurfer, Wanderer und Radfahrer. Außerdem gibt es eine Unmenge historischer Stätten, die es sich zu erkunden lohnt, wie z. B. die Calanais Standing Stones. Auch auf die fangfrischen Meeresfrüchte und direkt hier angebauten Erzeugnisse können Sie sich freuen.

Ideal zum:

Liniclate beach
Liniclate Beach, Benbecula

1. Langstreckenradfahren

Stellen Sie sich einmal vor: Sie, Ihr Fahrrad und die Straße des The Hebridean Way, eine 297 km lange Strecke, die über 10 fantastische Inseln der Äußeren Hebriden führt. Bestaunen Sie die historischen Stätten und die wunderbaren Sandstrände auf Ihrem Weg von Vatersay nach Harris. Die Strecke folgt der National Cycle Route 780 und wird in naher Zukunft um eine offizielle Wanderroute ergänzt – damit jeder, der sich auf zwei Füßen wohler fühlt als auf zwei Rädern, auch an dieser spannenden Reise teilhaben kann.

2. Vogelbeobachtung

Balranald auf der Insel North Uist ist ein ausgezeichneter Ort zur Vogelbeobachtung, der Natur und der wunderschönen Inselfauna. Halten Sie auf Ihrem Weg am Strand, durch das Marschland und die Sanddünen Ausschau nach Kiebitzen und Grauammern. Im Frühling ziehen viele Zugvögel über Balranald und im Herbst heißt das Naturreservat Nonnengänse aus Grönland willkommen, die hier Schutz vor der arktischen Kälte suchen. North Uist ist von Uig auf der Isle of Skye mit der Fähre erreichbar oder über den Fahrdamm bei Berneray in den Äußeren Hebriden.

Shetland

Gaada Stack - Ein natürlicher Felsnadelbogen mit drei Beinen.
The Gaada Stack, Da Ristie, Foula

Bekannt als:

Auf der nördlichsten Inselkette von Schottland, Shetland, fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Die Inseln sind bekannt für ihre reichhaltige nordische Geschichte, historische Wunder wie die  prähistorische Siedlung Jarlshof  und für eine atemberaubende Landschaft, verfügt jedoch über ein ausgeprägtes Kulturerbe, das es sonst nirgends gibt.

Zu den saisonalen Höhepunkten zählen die Meeresklippen in der Hermaness National Nature Reserve, auf denen es im Frühling und Sommer vor Tausenden Seevögeln nur so wimmelt oder die Nordlichtcher, ein Naturphänomen, das im Winter bewundert werden kann. Außerdem gibt es eine Menge Festivals, die über das Jahr ihre Akzente setzen, von Fiddle Frenzy im August bis zur Shetland Wool Week in Oktober und natürlich das berühmte Feuerfest Up Helly Aa im Januar.

Zwei Otter spielen auf Algen am Wasserrand.
Isle of Yell. © Neil McIntyre

Ideal zum:

1. Otter beobachten

Diese kleinen Wesen sind einfach zu niedlich und bieten das perfekte Fotomotiv – nur finden müssen Sie sie erst! Zum Glück bestehen auf der Island of Yell, der größten der nördlichsten Inseln Shetlands, gute Chancen, Otter zu sehen. Die Insel soll eine der besten Möglichkeiten in Europa bieten, diese possierlichen Tierchen zu beobachten. Der europäische Fischotter kann wohl einfach nicht genug von der tiefliegenden und torfigen Küstenlinie von Yell bekommen. Hier ist er häufig auf der Jagd nach seiner nächsten Mahlzeit zu sehen. Vor der Küste der Insel lohnt es sich auch, Ausschau nach Robben und Schweinswalen zu halten.

Yell ist mit der Autofähre in zwanzig Minuten von Toft in Shetland Mainland nach Ulsta zu erreichen. 

2. Fair Isle-Stricken

Shetland verfügt über eine reichhaltige Geschichte der Textilherstellung und das ist keinesfalls ein alter Hut! Wie wäre es mit einem Ausflug auf die Insel, nach dem das unverwechselbare Fair Isle-Strickmuster benannt wurde? Vielleicht lernen Sie es ja auch. Oder sehen Sie einfach den Künstlern bei der Entstehung dieser komplizierten Muster zu. Fair Isle ist eine kleine Insel, die auf halben Weg zwischen Orkney und Shetland liegt und eine ganz eigenständige Kultur bietet. Ein inspirierender Ort mit dramatischen Felsformationen und außergewöhnlicher Flora, der Vogelkundler und Kreative gleichermaßen anzieht. 

Fair Isle ist mit der Fähre von Grutness Pier am südlichsten Zipfel von Shetland erreichbar und wird (nur im Sommer) alle zwei Wochen von Lerwick aus angefahren. Auch kann sie mit dem Flugzeug erreicht werden.

Orkney

Eine Felsnadel vor den Felsen von Hoy.
Old Man of Hoy, Isle of Hoy

Bekannt als:

Orkney ist so einzigartig wie der beschwingte, singende Akzent der Orcadians, der Einwohner Orkneys. Vielleicht werden Sie sich bereits mit Ihrer Ankunft so entspannt fühlen, dass der Übergang in das entspannte Inselleben fast nahtlos vonstatten geht und Sie gar nicht mehr zurück wollen. Es gibt so viele historische Stätten am Wegesrand, dass eine Reise auf die Orkney mit Besuchen von Chambered Cairns (Steinhügel mit Kammern) wie Maeshowe, dramatischen Standing Stones wie der Ring of Brodgar, und den Überresten traditioneller Brochs (Steintürme) und Wohnquartieren wie dem Gewirr von Skara Brae mühelos gefüllt werden kann.

Wenn Ihnen der Sinn jedoch mehr nach weißen Sandstränden, beeindruckenden Felsformationen und schier endlosen Küstenlinien steht, dann wird die Inselkette Sie auch nicht enttäuschen.

Ideal zum:

Zwei Taucher bereiten sich auf ihren Tauchgang in klares, flaches Gewässer vor.
Churchill Barrier No 3, Orkney

1. Tauchen

Die Orkney Isles umfassen mehr als 70 Inseln. Das bedeutet, dass Hunderte Kilometer Küstengewässer nur darauf warten, erkundet zu werden.  In beiden Weltkriegen diente Orkney als Ankerplatz und in den umliegenden Gewässern gibt es einige faszinierende Schiffswracks zu bestaunen. Für die Churchill Barriers wurden absichtlich Schiffswracks versenkt, um feindliche Boote an der Durchfahrt von Scapa Flow zwischen Orkney Mainland und South Ronaldsay zu hindern. Das unglaublich klare Gewässer bietet optimale Bedingungen für Tauchanfänger und auf der Insel gibt es eine Vielzahl von Tauchkursen, Ausflüge mit dem Boot und betreute Tauchgänge für Taucher aller Erfahrungsstufen. 

2. Entdecken der Kriegsgeschichte 

Die Insel Hoy im Südwesten von Orkney Mainland kennt man wahrscheinlich vor allen Dingen wegen der 137 m hochaufragenden Felsnadel „Old Man“, aber wussten Sie bereits, dass es hier auch das Scapa Flow Visitor Centre und Museum gibt? Öffnungszeiten sind von März bis Oktober. Dieses kostenlose Museum befindet sich in einem ehemaligen Ölpumpwerk im Marinestützpunkt Lyness Naval Base und beschreibt die bedeutende Rolle, die der Stützpunkt während seiner gesamten Geschichte für die britische Flotte spielte, auch während beider Weltkriege. Folgen Sie dem Lyness Wartime Trail, um die Stätten zu besuchen, die während des Krieges im Einsatz waren.