Essen & Trinken im Februar

Schottische Meeresfrüchte sind international für ihre hervorragende Qualität bekannt – im klaren, kalten Wasser vor der ausgedehnten Küste des Landes findet sich eine riesige Auswahl verschiedener Arten. Sie gedeihen hier in der Natur, doch werden Arten wie Miesmuscheln und Austern zunehmend auch gezüchtet, sodass man sie das gesamte Jahr über genießen kann.

Im Februar schmecken Austern und Miesmuscheln aus Schottland am besten. Blau-schwarze wilde Miesmuscheln, die dicht an dicht an Felsen und Landungsstegen wachsen, kann man bei Ebbe fast überall an der Küste sehen. Gezüchtete Muscheln wachsen an ins Wasser gelassenen Seilen und haben meist mehr Fleisch als wild gewachsene Exemplare. Ausschau halten sollte man ebenfalls nach der Pferdemuschel oder „Clabbie Doo“ (von Clab-dubh, auf Gälisch „schwarzer Mund“). Diese sind bedeutend größer als gewöhnliche Miesmuscheln und kommen nur in bestimmten Gegenden des Landes vor.

Sorgfältig zubereitet und gegart, eignet sich das süß-salzige, orangefarbene Muschelfleisch hervorragend als Vor- oder Hauptspeise. In Restaurants stehen meist Gerichte wie Muscheln nach Seemannsart oder Muscheln auf provenzalische Art auf der Speisekarte – und natürlich Paella. Wer sie selbst zubereiten möchte, findet Miesmuscheln problemlos bei Fischverkäufern und in Supermärkten in den größeren Städten.

Heute gelten Austern zwar als Luxusgut, einst handelte es sich bei den Meeresfrüchten jedoch um billige Kost für die Arbeiterklasse, die oft zu Pasteten mit Rind und anderen Fleischsorten hinzugefügt wurde. Es gibt zwei Hauptsorten, die Europäische Auster und die Pazifische Felsenauster, wobei letztere meist bevorzugt wird.

Obwohl Austern in Restaurants gelegentlich gegart (oft gegrillt) serviert werden, genießt man ihren angenehm salzigen Meergeschmack am besten, wenn man sie nur mit einem bisschen Zitronensaft beträufelt roh aus der Schale schlürft.

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