Covid-19. Finden Sie aktuelle Informationen zu Reisen sowie Unternehmen, die mit Covid-Sicherheitsmaßnahmen geöffnet haben.

Clan illustration
Clans
Lonach Highland Gathering and Games

Ahnen

Schottische Clans

Haben Sie sich je gefragt, wo schottische Nachnamen herkommen? Haben alle Clanmitglieder den gleichen Namen? Stammen die Namen aus der alten gälischen Sprache oder bezeichnen sie den Beruf eines Vorfahren? Die schottische Clangeschichte ist faszinierend und gleichermaßen bunt und blutig. Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr.

Woher stammen die Clannamen?

Es wurde weithin angenommen, dass Menschen mit einem Clannachnamen direkt vom Clanchef abstammten. Es war jedoch auch üblich, einen Nachnamen anzunehmen, wenn Ländereien an einen neuen Clan übergingen, um Solidarität zu zeigen und sich den Schutz des Clans zu sichern.

Die Geschichte der Clans

Nur wenige Bereiche der faszinierenden schottischen Geschichte sind so bunt - und blutig - wie das Clansystem. Seine Ursprünge liegen in den keltischen, nordischen oder normannisch-französischen Traditionen, doch ab dem 13. Jahrhundert war das System in den schottischen Highlands bereits fest verwurzelt.

Der Begriff "Clan" stammt aus dem Gälischen und bedeutet "Familie" oder "Kinder", doch nicht alle Clanmitglieder waren auch tatsächlich miteinander verwandt. Die Clans lebten vom Land und Rinder waren ihr größtes Kapital. Neben Streitigkeiten um die Grenzen zwischen Clangebieten waren Rinder der Hauptgrund für Konflikte zwischen den Clans. Die wichtigsten Clanchefs zu dieser Zeit waren in ihrer Macht und Funktion eine Mischung aus Königen, Schutzherren und Richtern, die großen Einfluss auf das von ihnen kontrollierte Land hatten.

Das System blieb bis 1746 weitestgehend intakt, doch dann kam es zur blutigen Schlacht von Culloden, bei der die Jakobitenaufstände von den königlichen Truppen von Georg II. gnadenlos niedergeschlagen wurden.

Clan Mackintosh headstone Culloden Battlefield sunset

Zu dieser Zeit hatten bessere Handels- und Kommunikationsverbindungen zwischen den Clans im Norden und Süden bereits für eine Schwächung des Clansystems gesorgt. Die berüchtigten Highland Clearances, in deren Rahmen ein Großteil der Bevölkerung aus den schottischen Highlands vertrieben wurde, waren der endgültige Todesstoß, denn tausende schottische Landarbeiter wanderten in weit entfernte Länder aus, um dort ihr Glück zu finden.

Heute können viele Clans zu bestimmten Regionen in Schottland zurückverfolgt werden, wie zum Beispiel die MacLeods von Skye, die MacNeils von Barra oder die MacNabs von St Fillan am Loch Earn. Für Reisende, die eine familiäre Verbindung zu Schottland haben, ist ein Besuch des Heimatlands ihres Clans eine bewegende und unvergessliche Erfahrung.

Schottische Nachnamen

Abgesehen von den Verbindungen zu bestimmten Clans sind die Ursprünge schottischer Nachnamen sehr vielfältig und ebenfalls faszinierend. Der gälische Einfluss wird in Namen wie Craig (vom Gälischen creag, was "Felsen" bedeutet) und Cameron (von cam und sròn = camshròin: "krumme Nase"). Gleichzeitig finden sich auch Patronyme, also vom Namen des Vaters abgeleitete Namen. Wenn zum Beispiel Peter einen Sohn namens John hat, bekommt John den Nachname Peterson (Peter's son, also "Peters Sohn"). Namen können auch von der Region stammen, in der Menschen lebten, zum Beispiel Murray aus der Region Moray im Nordosten von Schottland.

Auch Berufe spielten eine Rolle, zum Beispiel bei Baxter (Bäcker), Webster (Weber) und Brewster (Brauer). Einflüsse aus dem Altnordischen (Gunn) schlugen sich auch in Nachnamen wieder, genau wie die Einwanderung aus Irland im 19. Jahrhundert (Daly oder Dailly).

Ein Name kann außerdem unterschiedliche Schreibweisen haben, da es lange Zeit keine einheitlichen Regeln zu Schreibweisen gab. Aus diesem Grund haben wir heute so viele verschiedene Versionen: McNeil beispielsweise existiert auch als McNeill, MacNeil, MacNèill, MacNeill und McNeal.