
The Northern Lights over the Old Man of Hoy, Orkney
Orkney.com
Die Geschichte der Wikinger in Schottland
Tauchen Sie auf Orkney und Shetland in die Geschichte der Wikinger ein und entdecken Sie Orten mit Spuren der nordischen Kultur.
Norwegen und die Grafschaft Orkney
Die Verbindungen zwischen den Orkney- und Shetland-Inseln und den Wikingern reichen weit über ein Jahrtausend zurück. Damals wurden die Inseln im Norden Schottlands ständig von ihren norwegischen Nachbarn überfallen, die zu der Zeit vom legendären König Harald Schönhaar (ca. 850 – 932) regiert wurden. Orkney, Shetland, Caithness und Sutherland wurden schließlich offiziell von der norwegischen Krone annektiert und ein Jarl (Graf) wurde ernannt, um sie im Namen des Königs zu regieren. So entstand die „Grafschaft Orkney“, die trotz ihres Namens auch die Shetland-Inseln sowie die Festlandregionen Caithness und Sutherland umfasste.

Wintersonnenwende am Ring of Brodgar, Orkney
© Orkney.com
Der erste Orkneyjarl, wie die Grafen von Orkney genannt wurden, war Røgnvald Eysteinsson. Er und seine Nachkommen regierten das Gebiet fast 400 Jahre lang, bis John Haraldson, der 30. Jarl, im Jahr 1231 in Thurso in Caithness ermordet wurde. Danach wurde die Grafschaft Orkney Teil des wachsenden schottischen Königreichs.
Die bedeutendste noch erhaltene Wikingerstätte in Schottland ist die St Magnus Cathedral in Kirkwall auf den Orkney-Inseln. Sie ist die älteste Kathedrale Schottlands und wurde ab 1137 zu Ehren von Magnús Erlendsson, dem 22. Orkneyjarl, errichtet. Er war rund 20 Jahre zuvor auf der nahe gelegenen Insel Egilsay verstorben.

Peerie Water bei Papa Westray, Orkney
© Orkney.com
Die nordischen Ortsnamen auf Orkney und Shetland
Die Präsenz der Wikinger ist nie ganz aus dem Norden Schottlands verschwunden. Insbesondere auf den Orkney- und Shetland-Inseln sind ihre Spuren bis heute zu finden, denn die Namen und Siedlungen der Wikinger sind in den Ortsnamen erhalten geblieben, die wir noch heute verwenden: Nehmen wir zum Beispiel Kirkjuvágr (Kirkwall), die „Kirchenbucht“ oder Katanes (Caithness), die „Landzunge der Cata“ (die Cata waren ein piktischer Stamm, der den Nordmännern bei ihrer ersten Begegnung zweifellos das Leben schwer gemacht hat). Der Name der Shetland-Insel Foula (Fugley) bedeutet „Vogelinsel“ – die Insel ist noch heute für ihre erstaunliche Vogelwelt bekannt. Dann wären da noch Orkney (Orkneyjar), die „Seehundinseln“ und Shetland (Hjaltland), was sich möglicherweise mit „Land in Form eines Schwertgriffs“ übersetzen lässt. Sutherland (Suðrland) bedeutet „südliches Land“, da es südlich von Orkney liegt, Thurso (Thorsá) war „Thors Fluss“ und Wick (vík) bedeutet „Bucht“. Auf diese Weise lassen sich noch viele weitere Ortsnamen in Norden Schottlands erklären.

Die Heads of Groken bei Eshaness, Shetland
So lustig und faszinierend sie auch sein mögen, die nordischen Ortsnamen, deren Bedeutung größtenteils völlig in Vergessenheit geraten ist, sind nur ein Aspekt des Wikingererbes auf den Orkney- und Shetland-Inseln. Einige der Gebiete, die Namen mit nordischen Wurzeln tragen, beherbergen auch Burgen, Kirchen und andere Wohngebäude, die diese alten Geschichten von skandinavischen Seefahrern und ihren Fehden rund um diese Inseln für uns etwas greifbarer machen.

Das Wikingerfestival Up Helly Aa, Shetland
Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse

Die prähistorische Siedlung Jarlshof, Shetland
Shetland
Auf den Shetland-Inseln können Sie die prähistorische Siedlung Jarlshof („Hof des Grafen“) erkunden, die beeindruckende Nachbildung eines Wikingerschiffs namens Skidbladner bestaunen, im Shetland Museum & Archives in Lerwick eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen oder am Wikinger-Feuerfestival Up Helly Aa teilnehmen.

Maeshowe, Orkney
Orkney
Die Orkney-Inseln waren einst der wichtigste Ort für die Wikinger in Schottland. Besuchen Sie die UNESCO-Welterbestätte Herz des neolithischen Orkney, deren jahrtausendealte Gebäude von den Nordmännern übernommen und mit Runen graviert wurden, die nordische Halle von Orphir, das Anwesen Deerness mit seinen 30 mittelalterlichen Gebäuden und den Brough of Birsay, wo auch heute noch Spuren einer Wikingersiedlung zu finden sind.
