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Strathearn Distillery, Perthshire

Essen und Trinken

Schottischer Whisky: Alles über Scotch Malt Whisky und seine Geschichte

Whisky, das schottische Nationalgetränk, wird seit Jahrhunderten im ganzen Land mit viel Liebe hergestellt. Es gibt mehr als 100 aktive Destillerien (und es kommen immer noch neue hinzu!), die alle ihre höchsteigene Art und Weise der Whiskyherstellung verfolgen. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Whiskysorten, finden Sie heraus, wie Malt Whisky aus Schottland hergestellt wird, und lernen Sie etwas über die Geschichte dieser schottischen Spirituose.

Whisky-Verkostung in der Quaich Bar

Welche schottischen Whiskysorten gibt es und was ist Scotch?

Es gibt drei verschiedene Sorten von Scotch Whisky: Malt Whisky (auch als Single Malt bekannt), Grain Whisky und Blended Whisky. Den Namen Scotch dürfen all diese Whiskys tragen, vorausgesetzt, sie wurden in Schottland hergestellt. Aber worin unterscheiden sie sich?

Malt Whisky

Malt Whisky wird aus gemälzter Gerste, Wasser und Hefe hergestellt. Die Flüssigkeit wird in riesigen Kupferkesseln (Sie können diese Brennblasen auf den meisten Destillerieführungen sehen) gebrannt und reift für mindestens drei Jahre in Whiskyfässern (die meisten Whiskys reifen allerdings länger).

Was bedeutet Single Malt?

Single Malt Whisky wird in einer einzigen Destillerie hergestellt, während Blended Malt Whisky das Produkt von zwei oder mehr Destillerien ist.

Grain Whisky

Grain Whisky wird ganz anders hergestellt. Hierfür wird gemälzte Gerste mit ungemälzter Gerste und anderen Getreidesorten (wie zum Beispiel Mais und Weizen) gemischt, bevor die ganze Mischung mit Wasser und dann Hefte kombiniert wird. Die entstandene Flüssigkeit wird in einer hohen Patent Still (oder Coffey Still) gebrannt. Diese sieht ganz anders aus als der traditionelle Kupferkessel und ergibt mehr und stärkeren Whisky.

Blended Whisky

Blended Whisky entsteht durch ein kompliziertes Verfahren, bei dem verschiedene Single Malts (beliebig viele von 15 bis 50) mit Grain Whisky gemischt werden. Dies ist ein komplizierter Vorgang, da Whiskys von verschiedenen Brennereien ganz individuelle Eigenschaften haben und deshalb nicht einfach mit anderen Whiskys gemischt werden können. Daher ist das Mischen eine Kunst und die Rezepte sind ein gut gehütetes Geheimnis. Viele Blended Whiskys sind heute allgemein bekannt, unter anderem Bells, Dewars, Whyte & Mackay, Johnnie Walker und The Famous Grouse. Übrigens: Wenn das Etikett eines Whisky-Blends eine Altersangabe enthält, ist dies das Alter des jüngsten enthaltenen Whiskys.

10 berühmte schottische Whiskymarken - bekannte Whiskys aus Schottland

Viele schottische Whiskys sind heute auf der ganzen Welt berühmt und bei Kennern äußerst beliebt. Wir haben eine Liste mit 10 berühmten schottischen Whiskys für Sie zusammengestellt und dabei jede der fünf Whiskyregionen in Schottland bedacht - so ist garantiert für jeden Geschmack der passende Whisky dabei. Schauen Sie bei den Destillerien vorbei und probieren Sie selbst!

  1. Ardbeg - eine von neun Destillerien auf der Isle of Islay, bekannt für süß-torfigen Whisky
  2. Auchentoshan - dreifach destillierter Lowland Single Malt aus der Nähe von Glasgow
  3. Dalwhinnie - ein Highland Single Malt mit sanften Heide-, Honig- und Vanillearomen
  4. Glenfiddich - ein preisgekrönter fruchtiger Single Malt aus der Speyside-Whiskyregion
  5. Glenkinchie - ein leichter Lowland Single Malt aus der Nähe von Edinburgh
  6. Johnnie Walker - ein Blend der besten schottischen Whiskys
  7. Lagavulin - eine der ältesten Destillerien auf der Isle of Islay, bekannt für rauchig-torfigen Whisky
  8. Talisker - die älteste Distillerie auf der Isle of Skye produziert einen vollmundigen Single Malt
  9. The Glenlivet - ein goldener Speyside-Whisky mit Vanillenoten
  10. Springbank - ein süßer, torfiger Whisky aus Campbeltown

Entdecken Sie diese und weitere Whiskydestillerien, die Sie in Schottland besuchen können

Die Geschichte des Whiskys

Die Kunst des Whiskybrennens begann, als die Menschen vor Jahrhunderten Wege suchten, um vom Regen aufgeweichte Gerste aufzubrauchen. Heute wie damals wird Wasser aus Schottlands kristallklaren Flüssen und Bächen verwendet.

Es wird weithin angenommen, dass Mönche im vierten und fünften Jahrhundert nicht nur das Christentum, sondern auch die Whiskyherstellung mit nach Schottland brachten. Die erste offizielle Aufzeichnung der Whiskyherstellung stammt aus dem Jahr 1494, als John Cor, Mönch in der Lindores Abbey in Fife, der königliche Auftrag erteilt wurde, "Acqua vitae" (Latein für "Wasser des Lebens") herzustellen.

Whisky in der Arisaig Bar

1644 wurde die Whiskyherstellung erstmals mit Steuern belegt, was zu einem Anstieg der illegalen Herstellung von Whisky im ganzen Land führte. Um 1780 herum gab es etwa acht legale und 400 illegale Destillerien. 1823 erleichterte das Parlament mit dem Excise Act die Beschränkungen für lizenzierte Brennereien und erschwerte so den Betrieb illegaler Destillerien, was letztlich die moderne Ära der Scotch-Herstellung einleitete.

Zwei Ereignisse trugen zur steigenden Beliebtheit von Whisky bei. Zum einen wurde 1831 mit dem Coffey oder Patent Still ein neues Herstellungsverfahren eingeführt. Der damit hergestellte Whisky war weniger intensiv und weicher. Zweitens zerstörten Rebläuse im Jahr 1880 die Wein- und Cognacproduktion in Frankreich, was bedeutete, dass die Waren in den Kellereien auf der ganzen Welt praktisch aufgebraucht wurden.

Seitdem ging es für die Whiskyherstellung stetig bergauf. Sie überlebte die Prohibition in den Vereinigten Staaten, zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise und ökonomische Rezessionen im 20. und 21. Jahrhundert. Heute erfreut sich Whisky in über 200 Ländern auf der ganzen Welt großer Beliebtheit.